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symphonic.dream
...and a happy new year.

...oder: Friss oder stirb!

Klingt schon ganz schön fröhlich, der Untertitel, was?

Ich sage immer, ich hätte 'nen grenzenlosen Optimismus. Sag ich zu vielen Leuten: Meiner Familie, meinen Freunden, Bekannten, Verwandten; einfach allen, die sich über meine Einstellung wundern.

Ich lache viel. Und ich lache laut, lache gerne und voller Inbrunst. Mein Lachen ist ehrlich. Es ist kein schönes Lachen, zugegeben, ich mag es auch nicht, mich lachen zu hören. Aber es ist aufrichtig, ehrlich, wahr. Immer.

Grenzenloser Optimismus. Der ist auch da. Ebenfalls immer.
Ich bin selbst dafür verantwortlich, dass es mir gut geht.

Jetzt geht es mir aber nicht gut. Im Moment nicht. Wird besser, ich werd' dafür sorgen. Ich sorge immer dafür.

Schlucken oder Spucken?

Meistens schluck' ich. Schlucke alles. Immer herunter.
Und innerlich kotz' ich alles wieder aus.

Gäbe vieles, dass ich gerne sagen würde. Tu es aber nicht. Nie. Will niemanden verletzen. Sind mir alle zu wichtig. Hab niemand anderen. Bin sonst wieder allein.
War ich sonst immer.

Immer, immer, immer. Immer nur immer! Hab keinen Bock mehr drauf!

Irgendwann zerbrech' ich.

Nein, halt: Bin ich längst. Zerbrochen.

Ich hab keine Kraft mehr zum Spucken.
Hatte ich mal; lang ist's her. War gut darin zu spucken. Hab oft gespuckt, anderen ins Gesicht gespuckt. Würde ich gern wieder tun. Aber wer würde mich dann noch wollen? Mich will doch niemand.

Weil ich es nicht verdient habe, gewollt zu werden. Bin ich ja selbst dran schuld. Weil ich so denke, wie ich denke und immer schlucke, dann beinahe dran ersticke und trotzdem nicht spucken kann.

Bin einfach nicht in der Lage, Ich zu sein. Bin lieber das, was andere wollen. Gebe lieber nach, damit sie im Recht sind und gewinnen.

Fressen oder gefressen werden?

Ich bin der, der gefressen wird. Der lieber bereit ist, all seinen Stolz zu schlucken, damit andere spucken können. Und wieder sind wir beim Schlucken und Spucken.

Schlucken ist einfacher. Klar, es macht dich von innen heraus kaputt, macht dich zu einer Marionette, einem Spielball. Spielzeug. Und wenn das dann mal kaputt ist und nicht mehr das tut, was man von ihm will, dann wird es in die Ecke geschmissen, zu dem anderen eingestaubten Müll.
Ist ja auch leichter, oder?

Ich glaub aber, ich bin ein schlechtes Spielzeug. Zu empfindlich.
Im Spucken war ich besser, als im Schlucken. Ich hab einfach zu oft Betriebsstörungen; bin Mangelware.

Sein oder Nicht-Sein?

Heute war ist mein Geburtstag. Neujahr. Eigentlich immer ein schöner Tag.
Heute hat auch schön begonnen, nur leider nicht so schön geendet.

Und ich hab das Gefühl, Schuld daran zu haben. Weil ich mich immer für mich selbst verantwortlich sehe. Und für andere.

Das ständige "immer". Eigentlich keine Beschreibung für eine Konstante, tut aber so.
"Es war immer so."
"Es wird immer so sein."
Letzteres ist ungenau, also keine Bezeichnung für 'ne Konstante. Wer weiß schon, was die Zukunft birgt?
Wollen wir es überhaupt wissen?

Ich für meinen Teil will es nicht, gestalte sie lieber selbst. Ist aber schwieriger, als ich damals dachte, als ich den Entschluss gefasst habe, meine Zukunft selber in die Hand zu nehmen.

Lebe, Lebe Martin!

Danke Moschus. Das hat mich vorhin wirklich aufgebaut.

Sollte ich wirklich. Leben. Und aufhören, ständig zu schlucken.
Ich hab mich für "Sein" entschieden.
Vor Jahren schon.

Ich war bereit zu schlucken, war bereit gefressen zu werden und wollte sein.
Von allen Entscheidungen, kommt nun aber die wohl schwierigste, die einzige, die ich noch nicht getroffen habe:

Die Zukunft: Ihr oder ich?

Bin ich wirklich bereit das Risiko einzugehen, anderen wehzutun, um selbst nicht mehr schlucken zu müssen?
Bin ich wirklich bereit, wieder zu spucken, um ich selbst sein zu können, ohne Rücksicht auf Verluste?

Dies herauszufinden, ist dann wohl mein größter Vorsatz für das neue Jahr.

Ich bin alles was ich immer haben werde. Anderes kommt und geht. Nur mit mir selbst muss ich klarkommen, vom Anfang bis zum Ende.

Da ist ein Entschluss. Ich bete, dass es mir gelingt, ihn umzusetzen.

Veni, vidi, vincam! - Ich kam, ich sah, ich werde siegen.

Alles Liebe und ein frohes, neues Jahr!

Die Dramaqueen ist zurück. Liebe Grüße.
1.1.11 23:44
 


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Moschus (2.1.11 16:18)
Ich will nicht dein Bestes, dass musst du behalten.
Aber ich wünsche Dir das Beste!

Es kommt der Moment in diesen neuen Jahrzehnt, da wird Dir kalr: ich bin ich selbst, und zeige das auch in der Form wie du möchtest.

Ein neues Jahrzehnt, und wenn Du möchtest, hast du am Ende das was du willst

Menschen, die dich bewundern, dass du spuckst.
Und eben darum zu Dir also

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